Frühlingserwachen – Die Pest ist ausgebrochen

Wir schreiben Freitag den 18. April.

Erster Tag, die Pest ist ausgebrochen: ausgedörrte Fliegerleiber, geschwächt durch den Winter, treffen in Greifenburg ein.

Ein paar infizierte Drachen und Gleitschirmflieger sind schon seit Donnerstag vor Ort und so hat der Flugvirus ein leichtes Spiel.

Noch vor dem ersten Wetterbriefing wird von den schönen Flügen am Vortag berichtet. Kajo hat mit dem Drachen die 100km Marke geknackt und die anderen sind auch schön geflogen und weit gekommen.

9:00 aus dem DHV-Jugend Zelt tönt ein greller Schrei „Breeeeeefing!“

Die Diagnose ist schnell gestellt: Kaffegeruch, das Krachen trockenen Müslis, die Blicke gen Himmel gerichtet. Aussicht auf Heilung: „Es besteht eine Chance doch wenn sich die Zirren weiter ausbreiten wird es wohl einige dahin raffen“, so Prof. Dr.-med Wurst Vatter

Zur Profilaxe wird noch eine Landeeinweisung verschrieben und ab geht’s auf den Berg.

Oben angekommen haben sich die Zirren weiter ausgebreitet und schon bald ist der Himmel zugezogen.

Es wird fleißig gestartet und obwohl es kaum noch einer für möglich gehalten hat geht es hoch, erst zäh, dann immer besser und mit etwas Geduld auch über 3000 Meter. Das reicht für ein paar kleine Strecken. Ich mache mich „gemeinsam“ mit zwei Gleitschirmen auf den Weg. Die Taktik ist so einfach wie fies, ich hab keinen Bock außen zu landen und so drehe ich einfach etwas länger, lass die beiden vorfliegen um dann im nächsten Bart darüber einzusteigen. So geht es bis zur Stromleitung und zurück.

Sicher gelandet wir der Grill angeheizt, den die RC-Gleitschirme noch zu stundenlangem Thermikkreisen nutzen. Am Lagerfeuer wird bis in die späten Abendstunden von den schönen Flügen berichtet.

Die Heilung verläuft besser als gedacht ob das Flugvirus tatsächlich besiegt werden kann ist fraglich, aber wollen wir das wirklich?

Frühlingserwachen Greifenburg - Tag 1 Frühlingserwachen Greifenburg - Landebier

Fotos by: Matthias Seren